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Das Mittelalter


Wissenswertes

Gab es im Mittelalter schon Nationalitäten?

Nein, Nationalitäten wie wir sie heute kennen, basieren auf dem Prinzip der Territorialstaaten.
Im Mittelalter sprechen wir von einem Personenverband oder Personenverbandsstaaten, obwohl es etwas irreführend ist, da der Begriff Staat hier eigentlich noch nicht zutrifft.
Zum Beispiel konnte das Landeigentum eines Grundherren aus weit verstreuten Ländereien bestehen, die nicht aneinander grenzten.
Die Zugehörigkeit war über die Herrschaft, den Herrscher geregelt. Ein Deutschland oder Frankreich gab es so noch nicht.
Auch die Definition eines Staates, wie wir sie heute verstehen, war im Mittelalter von den Herrschaftsstrukturen noch nicht erfüllt.
Die Menschen dachten noch nicht in Bezügen wie, Franzosen oder Deutsche.
Selbst alle Franken verstanden sich nicht zwingend als Franken, und die Sachsen sich nicht zwingend als Sachsen.
Zumal sich das durchaus verändern konnten.
Selbst heute verstehen sich viele Menschen eher als Bayern oder Dithmarscher als als Bundesrepuplikaner
Obwohl die Entwicklung zu Territorialstaat im Spätmittelalter bereits begann.
Doch erst mit dem Westfälischem Frieden (1648) wurden den Reichsständen die Ausübung der territorialen Herrschaft bestätigt.
Mit der Auflösung des Alten Reiches (1806) und der Gründung des Rheinbund gewannen die deutschen Territorialstaaten dann endlich ihre vollständige Souveränität.


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