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Beitrag : Weggefährten gesucht

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Datum Betreff von
Dieser Beitrag ist gerade geöffnet2010-01-03 20:39:28 Weggefährten gesucht Talbewohner Antworten auf diesen Beitrag
Beiträge einsehen 2010-01-04 21:13:44 euer leben Kevin Antworten auf diesen Beitrag
Beiträge einsehen 2010-01-04 22:05:32 mehr Infos Talbewohner Antworten auf diesen Beitrag

hier im Thema kam letztes Jahr die Frage auf, was wir außerhalb der Veranstaltungen machen, ob wie auch im Alltag ein Stück Mittelalter leben?
Nun, wir versuchen dies in sehr ausgeprägter Form.

und,
Wir haben noch Platz für weitere Mitstreiter /Weggefährten. welche ihren Traum vom mittelalterlichen Treiben und Leben verwirklichen wollen.
Nicht auf Nebenflächen städtischer Burgen welche mal für ein Wochenende gemietet und von hunderten Zuschauern belagert werden, nicht auf betonierten Plätzen vor Einkaufszentren anläßlich eines authentischen Mittelalterspektakels. Nein, richtig in einem eigenen altehrwürdigen Gemäuer mit viel Raum für Ideen.
Ob gelegentlich am Wochenende oder vielleicht für immer, das liegt an Jeden selbst.

Ob Handel, Handwerk, Kunst, Kultur, einfach nur Gauklerei oder das Spiel mit dem Feuer, Kampf oder Lagerleben, ländliches Flair oder Selbstversorgung .
Magie, Kräuterkunde , die Vielfalt ist beeindruckend.

Authentisch das Leben des "Mittelalters" (als Oberbegriff) mit aller Konsequenz nachzuleben, will wohl keiner wirklich. Hygiene, Gesundheit, Lebenserwartung Entbehrungen , Verfolgung, Unterdrückung ... .
Aber die Verbundenheit der Leute, der Bezug zur Natur, der Flair abseits der Hatz nach immer mehr Wohlstand durch Technisierung/Stress usw. Die Achtung vor dem Leben unserer Vorfahren und deren Leistungen vor vielen hundert Jahren begeistern einfach.
Nach langen Verhandlungen konnten wir vor 2 Jahren den ältesten Pfarrhof der Region von der Kirche abkaufen und befreien ihn seither nach und nach von den sichtbaren "Errungenschaften" der Neuzeit. Gegründet 980 stammen die ältesten Mauern vermtl. aus der Zeit um 1230. Letztmalig wurde 1712 umgebaut.
Mehr dazu findet ihr auf der neuen mittelaltergehöft homepage.
Der Charakter des Hofes steht angesichts des romantischen Ambientes eigentlich schon fest.
Nur die Nutzung ist noch nicht ganz exakt bestimmt. Ich glaube, dass Selbstversorgung und mittelalterliches Leben sich nicht wiedersprechen.
ebenso Wohngemeinschaften aus Naturverbundenheit (neudeutsch Öko) entstanden.
Hier ist genügend Platz für Handwerk, Kunst, Begegnung und vorallem LEBEN. Sicher auch für das eine oder andere Spektakel.
Noch ist Vieles möglich, es wird ein dynamischer Prozess.

Wir wollen daraus aber keinen Kommerz machen und suchen auch nicht versteckt nach billigen Arbeitskräften.
Wir wollen weder Miets- noch Eigentumswohnungen an den Mann/Frau bringen. Kommerz würde die Seele des Ganzen zerstören.

Das Areal umfasst ein großes Haupthaus mit Wirtschaftsräumen im Erdgeschoss(Schwarzküche,Räucherkammer, Schatzkammer, großer Kräuterstube (ehem.Konfirmantensaal) Gewölbekeller, 2 uralte Räume mit je 7x7m.(15.Jhd.) sowie 3moderne Räume mit Heizung etc.
das 1.OG hat 250qm Wohnflächen, darüber 2x DG.
Die Scheune ist auch fast 300qm groß mit 2 Etagen zzgl. DG,
Dazu kommt der alte Saustall mit Oberlaubengang und 5 Kammer (Gesindestuben)und DG.
Die 4.Seite wurde 1953 abgerissen, auf die Grundmauern soll wieder ein Haus aus alten Materialien entstehen und später Kleinviehställe, eine Schmiede und die große Backstube beherbergen. Im DG wird sich in 100qm gut wohnen lassen. Aktuell verhandeln wir, hier ein Oberlaubenhaus aus dem 16.Jhd. welches im Nachbarkreis abgerissen wird wieder aufzubauen.
Den alten Brunnen suchen wir noch. Ist nicht ganz so wichtig ,da wir unser Wasser direkt aus der nahegelegenen Waldquelle beziehen.
Nächstes Jahr sollen weitere alte Nutzviehrassen hier Obdach finden.
Schafkoppel, Saugehege und Ententeich sind schon fertig. Hühner und Gänse laufen frei auf dem Hof. Die ersten Tiere im Freigehege sind eine Mischung aus Wildschwein und wollhaarigen Weideschweinen.
Ach so, mitten durchs Grundstück verläuft das Flüsschen Weida (früher ein reissender Strom)darüber eine überdachte Hausbrücke. Dahinter der alte Pfarrgarten und 3500qm Weide. Bei einer lohnenswerten Nutzung sind weitere angrenzende Flächen einbeziehbar.(Pacht)
Es ist wirklich viel machbar. Erst letzte Woche konnten wir noch einen verzweigten etwa 25m tiefen Höhler (ehem. Bierhöhle einer Privatbrauerei) direkt vor unserer Hoftür erwerben und eine große Hangweide für die Schafe und Esel, die übrigens nächste Woche geholt werden.
Jetzt werden Ideen, Tipps und Mitstreiter/ Weggefährten gesucht.
Es wird eine Gradwanderung zwischen Authetizität und Wohlfühlfantasie.
(Bitte bitte, laß es nie kitschig werden)
Wie war es und wie hätten wir es gern, das Leben im Mittelalter (lichen Ambiente)? Das Wichtigste ist es, uns hier wohlzufühlen.Kraft zu tanken.
Jeden Tag aufs Neue unsere kleines Stück lebendiges Mittelalter zu genießen. Geteilter Genuß ist doppelter Genuß, in diesem Sinne: Meldet euch bei uns.